„Es soll minimiert werden, wie viele Informationen über die Output-Bedingungen einer Transaktion bei der Erstellung von Outputs in der Blockchain offenbart werden. Um die Effektivität zukünftiger Verbesserungen nicht zu beeinträchtigen, sind auch eine Reihe von Upgrade-Mechanismen sowie Korrekturen für kleinere, aber lang anhaltende Probleme enthalten.“

So fasst Bitcoin-Entwickler und Blockstream-Mitarbeiter Pieter Wuille den Charme seines Soft Fork Proposals zusammen. Das Update umfasst sowohl die berühmten Schnorr Signatures als auch Taproot.

Taproot

Laut dem Inhalt einer E-Mail an die Bitcoin Mailinglist sorge Taproot dafür, dass „alle Outputs und Cooperative Spends nicht voneinander zu unterscheiden sind“. Das heißt, dass ein Blockchain-Beobachter nicht wissen kann, ob eine oder mehrere Personen hinter einem Output stecken. Denn die Signaturen, also die Beweise, dass Parteien das Recht hatten, BTC auszugeben, bündelt das Update so, dass sie von „normalen“ Transaktionen von A nach B nicht mehr zu unterscheiden sind. Die Soft Fork ist demnach auch ein Privacy-Zugewinn.

Ferner soll Taproot die Bedingungen von Smart Contracts auf der Bitcoin Blockchain verschleiern. Vereinfacht gesprochen, können Emittenten das Script von Smart Contracts mithilfe von Taproot so verändern, dass sie als solche nicht mehr zu erkennen sind.

Taproot verbessert die Privatsphäre von Bitcoin. Denn anstatt alle möglichen Bedingungen für die Ausgabe eines Outputs offenzulegen, muss nur die erfüllte Output-Bedingung veröffentlicht werden,

fasst Wuille die Verheißungen von Taproot im GitHub Repository zusammen.

Schnorr-Signaturen

Schnorr-Signaturen befinden sich seit geraumer Zeit auf der Wunschliste von Bitcoinern. Schnorr ist im Prinzip als Vorstufe von Taproot zu verstehen, denn es ermöglicht in einem ersten Schritt das Zusammenfassen von verschiedenen Signaturen. Man spricht dabei von Signature Aggregation. Diese gelten als Voraussetzung für Multi-Party-Signaturen.

Ferner erlaubt Schnorr das sogenannte Tweaken von Private- und Public-Key-Paaren. Verkürzt ausgedrückt, könnten Nutzer das Key Pair beispielsweise mit dem Faktor Zwei multiplizieren und so völlig andere Paare erzeugen. Auch dies sorgt für mehr Privatheit, da Bitcoiner theoretisch jede Transaktion mit einem unterschiedlichen Pair durchführen können.

Zusammengefasst könnten die beiden Updates in Kombination dafür sorgen, dass Netzwerkteilnehmer in Zukunft Smart Contracts auf die Blockchain setzen können, ohne dabei Informationen über die Contract-Bedingungen preiszugeben.

Beide Systemimplementierungen wären als Soft Fork rückwärtskompatibel. Das heißt, dass diejenigen Nodes, die nicht auf bip-schnorr updaten, weiterhin wie gewohnt Transaktionen verifizieren können.

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quelle: https://www.btc-echo.de/wie-taproot-und-schnorr-bitcoins-privacy-verbessern-wird-code-in-github-lanciert/