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USA sanktionieren IT-Netzwerke: 800 Mio. via Krypto an DPRK

USA sanktionieren IT-Netzwerke: 800 Mio. via Krypto an DPRK

Die US-Regierung rückt Kryptowährungen erneut ins Zentrum ihrer Sanktionspolitik gegen Nordkorea. Am 12. März setzte die Sanktionsbehörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) sechs Personen und zwei Organisationen auf die Liste, die mit von Nordkorea gesteuerten IT-Arbeiter-Netzwerken in Verbindung stehen. Dabei ist auffällig, wie klar die Behörden Krypto nicht nur als Randthema, sondern als Transportweg für illegale Einnahmen über Grenzen hinweg beschreiben.

OFAC nimmt IT-Arbeiter-Schemata und Krypto-Flüsse ins Visier

Nach Angaben des US-Finanzministeriums sollen die Netzwerke US-Unternehmen systematisch getäuscht haben – unter anderem mit falschen Identitäten und Scheinstrukturen, um in Firmen an Jobs und Zugänge zu kommen. Die daraus erzielten Einnahmen sollen sich 2024 auf rund 800 Millionen US-Dollar summiert haben und Nordkoreas Waffenprogramme mitfinanzieren.

Wichtig an dem Fall ist die Darstellung: Es geht nicht nur um klassische Cyberkriminalität, sondern um ein kombiniertes Modell aus betrügerischer Anwerbung, Lohnabschöpfung, Finanzhelfern und Krypto-Infrastruktur, über die Gelder umgewandelt und weitergeleitet werden. Branchenauswerter Chainalysis spricht von einer wachsenden, gut organisierten Bedrohung – und betont ausdrücklich, dass Kryptowährungen eine zentrale Rolle dabei spielen, die Erlöse trotz Sanktionen Richtung Nordkorea zu bewegen.

Konkrete Namen, Länder – und Dutzende Wallet-Adressen

Ein zentraler Punkt der Maßnahmen dreht sich um Nguyen Quang Viet, den Chef eines vietnamesischen Dienstleisters. Laut US-Finanzministerium soll er zwischen Mitte 2023 und Mitte 2025 etwa 2,5 Millionen US-Dollar für Nordkoreaner in Kryptowährungen umgewandelt haben – darunter Einnahmen, die mit der nordkoreanischen IT-Firma Amnokgang in Verbindung stehen.

Die Ermittlungen zeichnen zudem ein weit verzweigtes Unterstützungsnetz: Neben der DVRK selbst werden Helferstrukturen in Vietnam, Laos und Spanien genannt. Chainalysis verweist darauf, dass die OFAC-Aktion 21 Krypto-Adressen umfasse – verteilt über mehrere Blockchains, darunter Ethereum, Tron und Bitcoin. Ein Teil der Adressen wird Amnokgang zugeordnet, weitere einzelnen Akteuren sowie zusätzlichen Wallets einer bereits früher sanktionierten Person mit Bezug zur Korea Kwangson Banking Corp.

In den Akten tauchen außerdem Abläufe auf, die über reine IT-Aufträge hinausgehen: Es geht um koordinierte Transaktionen, Unterstützung bei Bankzugängen und die Beschaffung von Fremdwährungen. Damit wird sichtbar, wie eng Arbeitsmodelle, Finanzdienstleistungen und Krypto-Transaktionen ineinandergreifen.

Größerer Kontext: Nordkoreas Krypto-Aktivität wächst weiter

Die neuen Sanktionen treffen auf ein Umfeld, in dem Nordkoreas Aktivitäten im Kryptobereich laut Chainalysis eher zunehmen als abnehmen. In dessen Crypto-Crime-Bericht für 2026 heißt es, Nordkorea habe 2025 Kryptowährungen im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar gestohlen – das erfolgreichste Jahr dieser Art bislang. Gleichzeitig sei der Wert, der insgesamt bei sanktionierten Akteuren ankam, im Vorjahr stark gestiegen.

Vor diesem Hintergrund wirken die OFAC-Designierungen weniger wie ein Einzelfall, sondern wie der Versuch, jede Ebene der nordkoreanischen Krypto- und Einnahmestrukturen zu treffen: von potenziell gestohlenen Geldern und Geldwäschepfaden bis hin zu den IT-Arbeiter-Netzwerken, die frische Einnahmen generieren.

Hinweis: Dieser Inhalt wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Anlageempfehlung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Bitte informiere dich selbst oder konsultiere eine fachkundige Beratung.