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KI könnte Aktien-Moats zerstören – Saylor setzt auf Bitcoin

KI könnte Aktien-Moats zerstören – Saylor setzt auf Bitcoin

Michael Saylor glaubt, dass Bitcoin zu den größten Gewinnern gehören könnte, wenn künstliche Intelligenz (KI) die „Burggräben“ vieler Unternehmen zerstört. Gemeint sind dauerhafte Wettbewerbsvorteile wie Markenstärke, Netzwerkeffekte oder technologische Vorsprünge. Wenn diese Vorteile durch KI schneller verschwinden, könnten Anleger Aktien grundsätzlich anders bewerten – und Kapital in alternative „sichere“ Assets umschichten.

Chamath: KI könnte Börsenbewertungen massiv zusammendrücken

Auslöser der Debatte war ein Gedankenspiel von Investor Chamath Palihapitiya. Seine These: Wenn KI Disruption schneller, billiger und häufiger macht, verlieren viele Geschäftsmodelle ihre langfristige Planbarkeit. Dann wären Investoren weniger bereit, heute hohe Preise für Gewinne zu zahlen, die erst weit in der Zukunft liegen.

Palihapitiya argumentiert, dass moderne Aktienmärkte stark auf einer Grundannahme beruhen: Wettbewerbsvorteile wachsen über Zeit und bleiben stabil. Fällt diese Annahme weg, würden Märkte nicht nur einzelne Aktien neu bepreisen – sondern die Logik der Kapitalallokation insgesamt verändern.

Er übersetzt das in eine vereinfachte Bewertungslogik: Bei „stabilen“ Firmen ließen sich – je nach Zinsen und Risikoprämie – vielleicht 10x bis 12x Free-Cashflow rechtfertigen. Steigt jedoch das Risiko, dass ein Unternehmen durch KI jedes Jahr obsolet wird, sinken diese Multiples drastisch. Bei einer angenommenen jährlichen Disruptionswahrscheinlichkeit von 20% läge der faire Wert laut ihm nur noch bei rund 3,9x FCF, bei 30% sogar bei 2,8x.

Die Konsequenz wäre laut Palihapitiya enorm: Würde der Gesamtmarkt ähnlich „komprimiert“ bewertet, könnte das zu einem massiven Einbruch führen. Als Rechenbeispiel nennt er den S&P 500: Bei rund 2,8 Billionen US-Dollar Free Cashflow pro Jahr und einer Bewertung von nur 5x FCF ergäbe sich eine Marktkapitalisierung um 14 Billionen statt rund 58 Billionen – ein theoretischer Rückgang von etwa 75%.

Saylor: Dann fließt Geld in Bitcoin als „Digital Capital“

Saylor griff genau diesen Punkt auf: Wenn KI dafür sorgt, dass Unternehmens-„Moats“ nur noch temporär sind und die Terminal Values (also der langfristige Restwert) schrumpfen, werde Kapital verstärkt in Assets wandern, die nicht durch KI „disruptiert“ werden können.

Sein Fazit fiel entsprechend klar aus: Bitcoin sei „Digital Capital“ – knapp, neutral und robust gegenüber KI als Wettbewerbsfaktor. In einem Umfeld, in dem Anleger weniger auf Jahrzehnte lange Firmengewinne setzen, könne Bitcoin seiner Meinung nach ein Hauptprofiteur dieser Rotation werden.

Streitpunkt Quantum: Existenzielle Gefahr oder gemeinsame Umrüstung?

Schnell drehte sich der Austausch auf X (ehemals Twitter) um das bekannte Risiko: Quantencomputer. Palihapitiya entgegnete, Bitcoin müsse bis dahin zwingend „quantum resistant“ sein. Saylor widersprach: Wenn Quantencomputer Kryptografie wirklich brechen, treffe das nicht nur Bitcoin, sondern auch KI-Systeme, Cloud-Infrastruktur, Banken und das Internet. Dann müsse ohnehin „der ganze Stack“ gemeinsam auf neue Verfahren umgestellt werden.

Palihapitiya blieb skeptisch und betonte, ein Wertspeicher müsse zu 100% hack-resistent sein – für andere Branchen sei es wichtig, aber weniger „binär“ existenziell. Aus der Krypto-Branche kamen differenzierte Stimmen: BitGo-CEO Mike Belshe meinte, Bitcoin könnte für Angreifer ein leichtes Ziel sein, auch wenn andere Systeme ebenfalls betroffen wären. Gleichzeitig sei Bitcoin technisch vergleichsweise „sauber“ auf Quantenresistenz umzustellen – schwierig sei eher Governance und Entscheidungsfindung. Helius-Labs-CEO Mert Mumtaz betonte wiederum den Nachteil der Dezentralisierung: Zentralisierte Systeme könnten schneller reagieren, während Änderungen bei Bitcoin oft langsamer und komplexer seien.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin-Kurs bei 74.140 US-Dollar.

Hinweis: Dieser Inhalt wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Anlageempfehlung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Bitte informiere dich selbst oder konsultiere eine fachkundige Beratung.