Bitcoin (BTC) notiert nach dem jüngsten Rücksetzer wieder unter 70.000 US-Dollar. Während der Kurs zwischenzeitlich bis in den Bereich um 60.000 US-Dollar gefallen war, kam es anschließend zu einer Erholung – bevor der Preis erneut abrutschte und zuletzt etwa bei 67.000 US-Dollar lag. Einige Analysten sehen den Tiefpunkt bereits erreicht, andere rechnen mit weiteren Verlusten. Zwei Marktbeobachter verweisen nun auf technische Signale, die dafür sprechen, dass ein mögliches Zyklustief nahe sein könnte – auch wenn es noch Wochen oder Monate dauern kann, bis sich der Boden wirklich ausbildet.
RSI-Signal: Warum ein Boden laut Investor Jordan näher rücken könnte
Der Analyst „Investor Jordan“ argumentiert, dass es schwer vorstellbar sei, dass das Markttief nicht schon erreicht oder zumindest sehr nahe sei. Seine Begründung: ein historisches Signal im Relative Strength Index (RSI), das in den vergangenen rund elf Jahren auffällig oft mit bedeutenden Bitcoin-Tiefs zusammenfiel.
Im Fokus steht die Marke von RSI 30. Fällt der RSI darunter, gilt ein Markt technisch als „überverkauft“. Laut Jordan zeigte sich in früheren Zyklen: Wenn Bitcoin in diese überverkaufte Zone rutschte, lag der Kurs häufig in der Nähe der Produktionskosten (also der Kosten, die Miner im Schnitt für das Schürfen neuer Coins aufbringen müssen). In der Vergangenheit sei dieser Bereich oft der Startpunkt für eine spätere Aufwärtsbewegung gewesen.
Aktuell nähert sich der RSI laut seiner Einschätzung erneut dieser Schwelle und könnte unter 30 fallen. Das müsse nicht sofort einen schnellen Rebound bedeuten: Jordan betont zwar die Wahrscheinlichkeit eines nahen Tiefs, warnt aber zugleich, dass sich der Boden über mehrere Wochen bis Monate „ausspielen“ könne, bevor der Markt wirklich stabil wirkt.
Zweites Szenario: Tiefpunkt bis Ende August nach Ichimoku-Death-Cross?
Ein weiterer Analyst, „Titan of Crypto“, kommt in einer separaten Auswertung zu einem zeitlichen Rahmen: Er hält es für möglich, dass Bitcoin sein Tief bis zum Ende des Sommers ausbildet – konkret eher Richtung später August.
Seine These basiert auf einem Muster rund um einen sogenannten Ichimoku Death Cross. Historisch habe Bitcoin laut seiner Beobachtung den finalen Boden häufig drei bis vier Monate nach einem solchen Kreuzsignal gefunden. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte zuerst noch eine Bodenbildungsphase folgen, bevor sich eine nachhaltige Erholung nach oben durchsetzt.


