Ein Krypto-Analyst hat seinen aktuellen „Game Plan“ für Bitcoin veröffentlicht. Darin beschreibt er mehrere mögliche Kursverläufe und erklärt, wie er seine Positionen managt, solange BTC unter der Marke von 100.000 US-Dollar bleibt. Im Fokus stehen dabei wichtige Preiszonen, ein möglicher Zeitpunkt für einen Boden sowie ein vorsichtiger Wechsel zwischen Spot-Positionen und Shorts bis ins zweite Quartal 2026.
So plant der Analyst die nächsten Bitcoin-Schritte
Der Marktbeobachter ChainHub geht davon aus, dass die nächste Woche entscheidend sein könnte: Schafft Bitcoin keinen Ausbruch nach oben, wäre das für ihn ein Zeichen, dass der Markt noch nicht bereit für eine echte Trendwende ist.
Als zentrale Bereiche nennt er zwei Nachfragezonen, in denen BTC aus seiner Sicht erst genug „Kaufinteresse“ entwickeln könnte, um wirklich zu drehen: 53.000–58.000 US-Dollar sowie 44.000–46.000 US-Dollar. Zuvor hätten alte Widerstände im Bereich 76.000–80.000 US-Dollar nicht gehalten. Sollte der Abwärtstrend auf höheren Zeitebenen anhalten, hält ChainHub sogar Reversal-Punkte unter 30.000 US-Dollar für das nächste realistische Extrem-Szenario.
Trotzdem betont er: Technisch sei Bitcoin noch immer in einer bullischen Phase – ein nachhaltiger Anstieg sei jedoch schwer, wenn die Nachfrage fehlt. Einen Zwischenanstieg bis etwa 78.000 US-Dollar schließt er nicht aus.
Absicherung, Ausstieg aus Spot und Timing für neue Longs
Weil die Richtung aus seiner Sicht unsicher bleibt, baut ChainHub nach eigenen Angaben bereits schrittweise (per Dollar-Cost-Averaging) Short-Positionen auf – vor allem als Absicherung seiner Spot-Bestände. Seine derzeitige Planung: Er könnte alle Spot-Positionen bis zur ersten Aprilwoche schließen.
In den kommenden Wochen rechnet er eher mit Seitwärtsbewegung, eventuell leicht aufwärts, bevor er gegen Ende März aus Spot rausgeht und insgesamt netto short wird. Gleichzeitig sieht er ein mögliches Zeitfenster für eine neue bullische Phase: Ende April bis Anfang Mai. Dann will er an den genannten Nachfragezonen wieder aggressiv long gehen. Als Best-Case-Ziel für diese Bewegung nennt er 93.000 US-Dollar.
Zusätzlich hebt er den 14. bis 15. April als Termin hervor, an dem sich ein möglicher BTC-Boden abzeichnen könnte. Die aktuelle bullische Phase könnte seiner Einschätzung nach bis Ende Juni reichen – eine größere Umkehr erwartet er jedoch, bevor potenzielle Bear-Market-Tiefs im Bereich 44.000–46.000 US-Dollar erreicht werden.
Altcoins bleiben unberechenbar – nächster Zyklus könnte trotzdem von ihnen kommen
Beim Blick auf den Gesamtmarkt zeigt sich der Analyst ernüchtert: Altcoins hätten zeitweise zwar bullische Strukturen gezeigt, aber ohne starken Bitcoin-Impuls seien breite Gewinne ausgeblieben. Seit dem ersten Quartal 2025 wirke der Altcoin-Markt zudem zunehmend chaotisch – oft getrieben von zufälligen Pumps statt stabilen Trends.
Trotz dieser Unberechenbarkeit glaubt ChainHub, dass der nächste Marktzyklus am Ende stark von Altcoins geprägt sein könnte. Gleichzeitig warnt er: Manche Projekte könnten zuvor komplett abstürzen – bis hin zu Kursen nahe null – bevor sich eine wirklich nachhaltige Rally formt.


