Große Finanzinstitutionen der Welt hatten bisher beschrieben, dass Bitcoin und weitere digitale Währungen kein Risiko für das Finanzsystem darstellen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) führt in einem neuen Bericht aus, dass das schnelle Wachstum durchaus das internationale Finanzsystem beeinflussen kann.

Der Einfluss von Bitcoin wurde in der Öffentlichkeit oft disktutiert und mit einem eindeutigen Ergebnis abgeschlossen. Bitcoin und Kryptowährungen stellen keine Bedrohung für die aktuelle Weltwirtschaft dar.

Die Zusammenfassung des vom IWF veröffentlichten Berichts „World Economic Outlook: Challenges to steady Growth“ kommt jedoch zu einem deutlich anderen Ergebnis. Dieser beschreibt, dass Kryptowährungen eine zusätzliche Risikoquelle für das etablierte Finanzsystem darstellen könnten (frei übersetzt):

Cybersicherheitsverletzungen und Cyberangriffe auf die kritische Finanzinfrastruktur stellen eine zusätzliche Risikoquelle dar, da sie grenzüberschreitende Zahlungssysteme untergraben und den Waren- und Dienstleistungsverkehr stören könnten. Ein anhaltend schnelles Wachstum von Krypto-Assets könnte neue Schwachstellen im internationalen Finanzsystem schaffen.

Obwohl der Kryptomarkt seit dem Hoch im Dezember letzten Jahres seit dem im Durchschnitt um mehr als 80% gesunken ist, konnten große Forschritte hinsichtlich der Adaption und Reguliereung erzielt werden.

Große Schwergewichte der Finanzbranche wie die New York Stock Exchange, die mit Bakkt eine eigene Börse für Kryptowährungen plant, oder Goldman Sachs haben viele Unternehmen die Infrastruktur geschaffen, um institutionellen Investoren den Einstieg in den Markt zu ermöglichen und zu erleichtern.

Eine Vielzahl von Unternehmen und Personen sehen in digitalen Währungen eine mögliche Alternative zum traditionellen Fiatgeld, sodass auch Hacker damit begonnen haben, die Schwachstellen an Börsen oder Wallets zu nutzen, um Milliarden zu stehlen. Dies ist eines der Probleme die mit dem Wachstum von Bitcoin und Co. noch gelöst werden müssen (frei übersetzt):

Das Stehlen von Kryptowährungen ist dem Stehlen von Bargeld ähnlich, und der Austausch wird langfristig weiterhin durch Hackerangriffe ins Visier genommen. Es ist genauso wichtig, Systeme zu etablieren, die Hacking-Angriffen nachgehen, indem verschiedene Methoden integriert werden, um Hackerangriffe zu verhindern.

In Südkorea haben viele Börsen bereits vor einiger Zeit begonnen durch große Versicherungsanbieter die Guthaben ihrer Kunden absichern zu lassen, damit im Ernstfall sichergestellt werden kann, dass Kryptobestände der Nutzer abgesichert sind.

Einen ähnlichen Weg hat auch die amerikanische Kryptoexchange Gemini eingeschlagen. Yusuf, Hussein, Leiter der Risikoabteilung bei Gemini, beschreibt (frei übersetzt):

Die Verbraucher sind auf der Suche nach dem gleichen versicherten Schutz, den sie von traditionellen Finanzinstituten gewohnt sind. Durch die Ausbildung unserer Versicherer können wir unseren Kunden nicht nur Schutz bieten, sondern sie setzen auch Erwartungen in Bezug auf den Verbraucherschutz in der Kryptoindustrie.

Der Bericht von IWF beschreibt bestehende Probleme, die gelöst werden müssen, um die Adaption von Kryptowährungen als alternative Anlageklasse langfristig abzusichern und zu etablieren. Wir sind gespannt welche weiteren Entwicklungen es in diesem Bereich geben wird.