Die japanische Bitcoin-Börse BITpoint veröffentlichte am 12. Juli ein Statement, in welchem sie einen Hackerangriff einräumt. Laut der Meldung raubten Kriminelle etwa 3,5 Millionen Yen. Das entspricht einem Verlust von etwa 32 Millionen US-Dollar. Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtete noch am selben Tag von der Hacker-Attacke.

Ein beträchtlicher Teil, nämlich 2,5 Millionen Yen, des gestohlenen Geldes, waren Kundenanlagen. Der Rest gehörte BITpoint selbst, wie aus der Meldung hervorgeht.

Wie BITpoint weiterhin erläutert, stellte die Bitcoin-Börse in der Nacht zuvor einen „unautorisierten Abfluss digitaler Währungen“ fest. Die Verantwortlichen suspendierten daraufhin bis auf Weiteres alle Dienste. „Wir arbeiten hart daran, die Ursache herauszufinden, den Abfluss zu identifizieren und den Schaden zu begrenzen,“ hieß es demnach weiter.

Die Geldströme flossen aus sogenannten Hot Wallets ab. Dies sind digitale Brieftaschen, die mit dem Internet verbunden sind. Dadurch sind sie unter Umständen nicht genug abgesichert gegen Hacking-Angriffe von Kriminellen. Auf seinen Cold Wallets stellte BITpoint indes keine Verluste fest.

BITpoint meldet Krypto-Verluste in fünf unterschiedlichen digitalen Währungen. Dazu gehören Bitcoin (BTC), BitcoinCash (BCH), Ether (LTC), Litecoin (LTC) und Ripple (XRP). Die Kryptobörse befindet sich aktuell im Besitz von Remixpoint Inc. Dessen Aktie brach in diesem Zuge um 19 Prozent ein.

BITpoint nicht das erste Hacking-Opfer der letzten Wochen

BITpoint ist innerhalb weniger Wochen das zweite Opfer eines großen Hacker-Angriffs in der Krypto-Szene. Kürzlich ist Bitrue, eine Bitcoin-Börse aus Singapur, Opfer eines Hacks geworden. Am 26. Juni entwendeten Angreifer Kryptowährungen im Wert von 9,3 Millionen US-Dollar. Diese bestanden laut offiziellen Angaben hauptsächlich aus XRP (Ripple) und ADA (Cardano).

Angriffe auf Bitcoin-Börsen sind indes keine Seltenheit. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein altbekanntes Problem der Krypto-Welt. Besonders die Hot Wallets bieten Angreifern optimale Schwachstellen. Davon sind sogar große Bitcoin-Börsen wie Binance betroffen. Diese musste beispielsweise im Mai 2019 einen Verlust von 7000 Bitcoin einstecken. Dies entspricht etwa 42 Millionen US-Dollar.

BITpoint mitverantwortlich für BTC-Kurseinbruch 2017?

Schlagzeilen machte die japanische Kryptobörse BITpoint zuletzt im Februar 2019. Kritiker warfen dem Unternehmen nämlich vor, indirekt den Kurseinbruch des Bitcoin 2017 mitverschuldet zu haben. Auch damals ging es um einen Hacking-Angriff. Die Bitcoin-Börse Mt. Gox wurde nämlich nach einem solchen von Nobuaki Kobayashi als Treuhänder verwaltet.

Dieser wickelte den Verkauf der Kryptowährungen demnach über BITpoint ab. Anscheinend liefen diese Verkäufe jedoch nicht ganz sauber ab. Das „Dumpening“, welches anschließend einsetzte, bringen einige Experten mit dem Bärenmarkt 2018 in Zusammenhang. Diese Gerüchte wurden allerdings nie bestätigt.

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quelle: https://www.btc-echo.de/bitpoint-bitcoin-boerse-um-32-millionen-us-dollar-erleichtert/