In einer offiziellen Mitteilung gibt die Bitcoin-Börse Coinbase an, nun der weltweit größte Verwahrer von Kryptowährungen zu sein. Demnach halte das US-amerikanische Unternehmen derzeit sieben Milliarden US-Dollar in diversen Assets unter Verwahrung. Die Meldung folgt auf den mutmaßlichen Verlust zweier wichtiger Geschäftspartner.

Die Ankündigung folgt dem Aufkauf der Verwahrlösungen von Xapo, einem Wallet-Anbieter aus Hongkong. Die Fusion der beiden Unternehmen verspricht letztlich eine Erweiterung des Coinbase-Geschäftsfeldes. Coinbase plant, Kryptowährungen für ein breiteres Publikum verfügbar zu machen:

Wie Xapo teilen wir das Ziel, Bitcoin und andere Kryptowährungen auf eine sichere […] und gesetzeskonforme Weise zugänglich zu machen.

Neben der Verwahrlösung plant das Unternehmen außerdem, Services wie Staking und Verleih von Bitcoin & Co. anzubieten. Ferner zielt das Unternehmen darauf ab, institutionelle Kunden wie Hedgefonds, Family Offices und Trading Desks zu unterstützen.

Bitcoin-Börse Coinbase und der Banken-Boykott

Während das Unternehmen einen neuen Partner begrüßt, gilt es, mutmaßlich zwei Verluste zu kompensieren.

So erreichte uns am 15. August die Meldung, dass Coinbase mit Barclays einen Banken-Partner verloren hatte. Demnach beendete die englische Bank die Geschäftsbeziehung mit der US-amerikanischen Bitcoin-Börse. Zuvor hatte es Barclays für Coinbase möglich gemacht, Zugriff zum Faster-Payments-System zu haben, was wiederum schnelle Geld-Transaktionen möglich machte.

Die Kündigung der Partnerschaft hat nun zur Folge, dass britische Coinbase-Kunden für Ein- und Auszahlungen mit längeren Wartezeiten rechnen müssen. Wie es momentan aussieht, soll der Verlust jedoch bald durch die ClearBank ausgeglichen werden. Demnach erklärte sich das britische Start-up dazu bereit, als Ersatz einzuspringen.

Bislang unbestätigten Gerüchten zufolge soll auch die spanische Bank Santander ihre Zusammenarbeit mit dem Krypto-Verwahrer gekündigt haben. So berichtete ein Reddit-Nutzer, dass ihm ein Santander-Mitarbeiter mitgeteilt habe, dass es Kunden nicht länger erlaubt sei, Geld zu Coinbase zu überweisen.

Ein Großteil der Kunden von Xapo sind laut Fortune nun bereit, Einlagerungen von insgesamt 514.000 Bitcoin von Xapo zu Coinbase zu senden.

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