Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber sie mahlen. Nicht nur in Deutschland macht man diese Erfahrung, sondern auch in den USA. Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC), eine Art Börsenaufsicht für Derivate, konnte laut einer Pressemitteilung vom 10. Juli zwei Betrügern das Handwerk legen. Bereits im September 2018 war der Fall gegen Morgan Hunt und Kim Hecroft eröffnet worden. Insgesamt müssen sie nun eine Strafe von fast 360.000 US-Dollar zahlen.

Die Masche

Morgan Hunt, angeblich Texaner, und Kim Hecroft, angeblich aus Baltimore, führten verschiedene Dinge geschickt zusammen. Beide agierten im Namen einer Firma. Im Fall von Hunt lautete diese Diamonds Trading Investment House, im Fall von Hecroft First Options Trading. Unter der Vorgabe, erfahrene Händler zu sein, verleiteten sie Einzelpersonen via Facebook und Email dazu, in Bitcoin zu investieren. Die investierten Bitcoin sollten dann, so die Anklage, in Forex, binäre Optionen und Diamanten fließen.

Das Ganze sollte zum Wohle der Investoren geschehen. Hunt und Hecroft bekamen außerdem mit, dass die CFTC zunehmend als Kontrollinstanz im Markt für virtuelle Währungen auftrat. Also erzählten sie ihren Kunden, dass sie vor Abschöpfung ihrer Gewinne zunächst Steuern an die CFTC entrichten müssten. Hierfür fälschten Hunt und Hecroft Dokumente, die neben der Autorisierung vom General Counsel sogar das offizielle Siegel der CFTC aufwiesen. So kassierten die beiden Betrüger doppelt.

Strafmaß

Weder die erbeutete Summe noch die Anzahl geschädigter Personen gehen aus den Mitteilungen hervor. Doch die CFTC warnt, dass Opfer solcher krimineller Machenschaften unter Umständen gar kein Geld zurückbekommen. Hierzu James McDonald, leitender Funktionär der CFTC:

Privatleute sollten Vorsicht walten lassen, bevor sie auf unvertrauten Homepages oder über Social Media Kryptowährungen kaufen oder handeln. Die CFTC betont nochmals, dass sie keine Steuern oder Gebühren einsammelt und dass sie ferner die investierende Öffentlichkeit weiterhin aufklären wird und jeden Missbrauch strengsten verfolgen wird.

Die vom U.S. District Court in Nordtexas durch Richter Reed C. O‘Connor verhängte Strafe hat zwei Teile. Zum einen müssen beide 180.000 US-Dollar zahlen. Ein Teil der Summe deckt dabei Rückzahlungen ab, der Rest muss als zivilrechtliche Geldstrafe entrichtet werden. Zum anderen wird beiden ein dauerhaftes Börsenverbot auferlegt.

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