Bitcoin Whales
Bitcoin Whales

Ähnlich wie Batman sind die Bitcoin Whales superreich und deren Identität ist weitgehend anonym. Anders als bei Batman steht jedoch zur Debatte, ob sie Gutes tun oder nicht.

Die Bitcoin Whales oder Bitcoin Wale sind recht mysteriöse Entitäten. Das liegt vor allem an deren geschickten Vorgehen und der durch den Bitcoin gegebenen Pseudo-Anonymität. Was man weiß, ist, dass sie fast so lange existieren wie der Bitcoin selbst. Mehr jedoch lässt sich nur schwerlich herausfinden.

Ob gut oder schlecht, neu oder alt, die Wale sind eine nicht wegzudenkende Konstante im Bitcoin-Universum. Der einzige Weg deren Identität aufzudecken, ist, wenn sie sich selbst offenbaren. Natürlich ist es möglich den Adressen der Wallets durch die Blockchain zu folgen, um Namen oder Unternehmen ausfindig zu machen, dieser Prozess ist innerhalb der Gemeinschaft jedoch sehr verpönt.

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Dieser vertrauenswürdige Austausch ist die Grundlage einer jeden guten Beziehung, das gilt eben auch für den Umgang mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen. Aus diesem Grund haben sich auch Krypto-Börsen wie Bitvavo zur Aufgabe gemacht Sicherheitsvorkehrungen anzubieten, die diesem Vertrauen nicht nur gerecht werden, sondern auch noch eins drauflegen. Ebenso wenig wie Sie zum Beispiel daran interessiert sind, dass ihre Bankunterlagen öffentlich bekannt werden, stellt Bitvavo sicher, dass die Daten ihrer Wallet anonym bleiben.

Was ist ein Bitcoin Whales?

Die Bitcoin Wale sind Mega-Investoren. Besitzer einer einzigen Wallet (ausgenommen Exchange Wallets), die mehr als 10.000 BTC beinhalten. Oder noch genauer, die Besitzer der 100 vermögendsten Bitcoin Wallets.

Hinter dieser Abgrenzung, der Top 100 zu den restlichen, steht jedoch eine wichtige Prämisse. Was die Top 100 von den vielen tausend existierenden Wallets unterscheidet, sind nicht nur ihre Bestände, sondern auch, dass ihre Bestände in einer spezifischen Art und Weise zu den Märkten schwanken. Es hat sich herausgestellt, dass diese Wallets in Zeiten fallender Märkte ihre Bestände erhöhten, während alle anderen diese Zeit nutzten, um ihre Bestände abzustoßen und zu verkaufen.

Die Wale neigen zum Verkauf in Hochzeiten. Das ist für Anleger durchaus sinnvoll, lässt sich aber nur realisieren, wenn man über genügend Rücklagen oder Einkommen verfügt, um in Zeiten von Markteinbrüchen das vorhandene Risiko zu stemmen. Für Wallets mit Zehntausenden von Bitcoins lassen sich Gewinneinbußen leicht hinnehmen – in manchen Ländern kann dies sogar dazu dienen die Steuerlast zu senken.

Bitcoin Wale sind nicht nur einfach reich, sie sind unglaublich reich. Der mit Abstand größte Wal ist der Erfinder des Bitcoins selbst, Satoshi Nakamoto. Man nimmt an, dass dessen Wallet über 250.000 BTC enthält, was einem Wert von über 2,2 Milliarden USD entspricht. Eine von nur zwei existierenden Wallets, die über 100.000 BTC enthalten. Wobei die Nummer zwei lediglich 101.857 BTC enthält.

Was tun die Whales?

Gerüchte besagen, dass die Bitcoin Wale die Märkte auf verschiedene auch oft fragwürdige Weise kontrollieren. Sie kommunizieren im Verborgenen, um Marktpreise zu beeinflussen und Kurssprünge vorauszusagen. Sprich das, was als Insiderhandel bekannt und grundsätzlich untersagt ist.

Aber sind die Wale hier tatsächlich die Bösewichte? Oder nutzen sie ihre teils unglaublich hohen Vermögen gar für das Allgemeinwohl – a la Batman? Da von beidem ein Funken dabei zu sein scheint, fällt die Antwort nicht eindeutig aus.

Indem die Wale in schwankende Märkte investieren bringen sie auch Stabilität. Was also gut für die Großen ist, ist gleichzeitig gut für die Kleinen. Durch den Kauf von Bitcoins in Zeiten des Abwärtstrends – in der Zeit, in der die meisten Investoren verkaufen würden – dient das Verhalten der Bitcoin Wale dazu, die Märkte, in denen sie aktiv sind, wieder zu stärken. Ein Segen für die einen, ein Fluch für die anderen.

Natürlich, die Bitcoin Wale haben ein großes Maß an Macht über Märkte und die Kursverläufe von Kryptowährungen. Dieser Einfluss wurde jedoch auch genutzt, um diesen Märkten zum Erfolg zu verhelfen. Auf einem Markt, in dem künstliche Inflation und quantitative Lockerung von vornherein unmöglich sind, ist das Verhalten der Bitcoin Wale von großem Gewicht. Da sie oft gegen die Nachfrage handeln, erzwingen sie gegenläufige Marktwerte.

Wer sind diese Bitcoin Whales?

Ob man sie nun als Fluch oder Segen betrachtet, sie sind gekommen, um zu bleiben. Neben Satoshi Nakamoto wurden fünf weitere Bitcoin Wale identifiziert. Dabei mag es nicht überraschen, dass die meisten dieser Personen sowohl Technologie-Gurus als auch Investitionsprofis sind. Jeder einzelne Lebenslauf dieser Personen ist so beeindruckend wie ihre Wallets selbst. Ein wenig erinnert die Liste an Bond-Schurken, aber diese Investoren tragen aktiv dazu bei, den Boom des Bitcoins aufrechtzuerhalten.

Barry Silbert

Als Vorstandsvorsitzender und Gründer der Digital Currency Group ist Silbert stark an der Entwicklung des globalen Finanzsystems beteiligt. Er unterstützt und schafft neue Unternehmen im Geschäft um den Bitcoin und der Blockchain.

Blythe Masters

Als ehemaliger Geschäftsführer bei JP Morgan Chase, ist Masters derzeit als CEO bei Digital Asset Holdings tätig. Ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Werkzeugen und Tools für die Sicherheit im Krypto-Handel konzentriert. Digital Asset Holdings arbeitet mit Unternehmen wie Google Cloud und – wenig überraschend – JP Morgan Chase zusammen. Dies auch in der Hoffnung, die Blockchain an die Wall Street zu bringen.

Dan Morehead

Morehead ist Gründer von Pantera Capital und beschäftigt sich seit 2013 mit Kryptowährungen. Morehead war früher als Trader für Goldman Sachs tätig und wurde als Leiter des Makrohandels und CFO von Tiger Management bekannt. Jetzt hat er seine Aufmerksamkeit auf Pantera konzentriert. Das Hauptgeschäft sind Investitionen in Unternehmen, Börsen und Anlagen, die mit den Kryptowährungen und den zugrunde liegenden Technologien in Verbindung stehen.

Tyler and Cameron Wiklevoss

Diese Zwillinge gehören zu den bekanntesten Vertreten ihrer Gattung. Die Brüder verklagten 2004 den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, weil er ihr ursprüngliches Konzept zur Schaffung des Social-Media-Giganten, den wir heute alle kennen, gestohlen hatte. Nachdem sie sich auf einen Vergleich über 65 Millionen Dollar geeinigt hatten, investierten die Brüder in Bitcoin und sind seit jeher Krypto-Giganten.

Michael Novogratz

Der ehemalige Hedgefonds-Manager und Milliardär Michael Novogratz investierte im Jahr 2015 in Bitcoin. Der Princeton-Absolvent und ehemalige Partner von Goldman Sachs gilt als prominenter Experte, wenn es um Bitcoin-Märkte und -bewegungen geht.