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Fed prüft Basel III neu: Sturzflug für Bitcoin-Regeln?

Fed prüft Basel III neu: Sturzflug für Bitcoin-Regeln?

Die US-Notenbank Fed will in der kommenden Woche einen neuen Anlauf bei der Umsetzung von Basel III starten – und damit könnte auch die umstrittene Behandlung von Bitcoin im Bankensystem erneut auf den Prüfstand kommen. Für Bitcoin-Befürworter geht es um eine zentrale Frage: Müssen große US-Banken weiterhin so viel Eigenkapital vorhalten, dass sich regulierte Bitcoin-Angebote praktisch nicht lohnen?

Fed öffnet Basel-III-Paket für öffentliche Kommentare

Auslöser ist eine angekündigte Regelinitiative der Fed zur finalen Basel-III-Phase in den USA. Fed-Vizechefin für Bankenaufsicht Michelle Bowman hatte bei einer Rede am Cato Institute erklärt, dass die Zentralbank „in den kommenden Wochen“ Vorschläge vorlegen will, um die letzten Basel-III-Vorgaben in US-Recht zu überführen – ergänzt um Anpassungen an weiteren Kapitalanforderungen.

Laut Reuters soll die Fed bereits nächste Woche über das Paket abstimmen. Danach ist eine 90-tägige Phase für öffentliche Stellungnahmen zu erwarten. Offiziell ist das Vorhaben nicht als Bitcoin- oder Krypto-Reform angekündigt. Dennoch sehen Branchenvertreter darin eine seltene Chance, die extrem strengen Krypto-Vorgaben im Basel-Regelwerk in Frage zu stellen.

Der Streitpunkt: „toxischer“ Basel-Risikofaktor für Bitcoin

Im Mittelpunkt steht der Basel-Ansatz, bestimmte Krypto-Positionen mit einem Risikogewicht von 1.250% zu belegen. Kritiker sprechen von einer Behandlung wie ein „toxischer“ Vermögenswert – härter als nahezu jede andere Anlageklasse. Conner Brown, Managing Director bei Bitcoin Policy, argumentiert, dass diese Einstufung Bankgeschäfte rund um Bitcoin absichtlich unattraktiv macht.

Brown nennt die Regel eine „Kategorie-Verwechslung“: Bitcoin sei transparent, global handelbar und nicht von einem Schuldner abhängig – also ohne klassisches Gegenparteirisiko. Stattdessen werde Bitcoin in den strengsten Kapital-Topf gesteckt, anstatt über bestehende Regeln zu Markt- und Betriebsrisiken abgebildet zu werden.

Ein zentraler Punkt seiner Rechnung: 1.250% Risikogewicht mal 8% Mindestkapitalquote ergibt rechnerisch eine Kapitalanforderung von 100% der Position – bevor zusätzliche Puffer und interne Zielquoten dazukommen. Für Banken bedeutet das: Wer Bitcoin-Exposure hat, muss im Extremfall nahezu den gesamten Betrag als Eigenkapital vorhalten.

Warum das nicht nur Bitcoin-Bestände betrifft

Die Debatte geht laut Brown weit über die Frage hinaus, ob Banken Bitcoin direkt in der eigenen Bilanz halten wollen. Wenn Bitcoin-Exposure so teuer wird, leidet auch das Geschäft mit Dienstleistungen rund um den Vermögenswert: Verwahrung (Custody), Finanzierung, Abwicklung und weitere regulierte Services für Bitcoin-Firmen und -Kunden lassen sich dann schlechter wirtschaftlich betreiben.

Damit könnte eine Lücke entstehen: Auf der einen Seite wächst das institutionelle Interesse an Bitcoin, auf der anderen Seite kann das Bankensystem diese Nachfrage kaum bedienen, wenn die Kapitalregeln faktisch als Abschreckung wirken. Genau hier setzen Bitcoin-Policy-Gruppen an: Sie wollen in der anstehenden Kommentarphase erreichen, dass US-Regulatoren Basel nicht einfach unverändert übernehmen, sondern die Behandlung von Bitcoin stärker an messbaren Risiken ausrichten.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin-Kurs bei 71.394 US-Dollar.

Hinweis: Dieser Inhalt wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Anlageempfehlung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Bitte informiere dich selbst oder konsultiere eine fachkundige Beratung.