Kann der Bitcoin-Kurs einem Muster folgen, das vor rund 100 Jahren beschrieben wurde – obwohl Bitcoin selbst erst seit 2009 existiert? Genau das behauptet der Krypto-Analyst Merlijn. Er verweist auf eine Marktstruktur aus den 1920er-Jahren, die der легендарный Trader Jesse Livermore beobachtet haben soll, und sieht darin Hinweise darauf, ob Bitcoin als Nächstes ausbricht oder erst einmal weiter korrigiert.
Bitcoin und das „100-Jahre-Muster“: Diese Marken sind jetzt entscheidend
Laut Merlijn bewegt sich der Bitcoin-Kurs erstaunlich präzise entlang einer sogenannten Livermore-Accumulation-Struktur. Für die kurzfristige Richtung nennt er klare Schwellen: Ein Halten über 70.000 US-Dollar würde aus seiner Sicht den nächsten Aufwärtsimpuls bestätigen. Fällt Bitcoin dagegen unter 60.000 US-Dollar, könnte sich die Phase der Seitwärtsbewegung und „Akkumulation“ verlängern.
Sein Szenario lässt trotz möglicher Zwischenkorrekturen viel Raum nach oben: In der Projektion wäre ein Anstieg bis auf 170.000 US-Dollar denkbar. Dieses Niveau könnte laut der Analyse allerdings auch einen möglichen Zyklus-Höhepunkt markieren – mit einem anschließenden Rücksetzer in Richtung 90.000 US-Dollar. Als Zeitfenster nennt Merlijn grob Ende des Jahres bis Anfang 2027.
Droht vorher noch ein letzter „Flush“ bis 45.000 US-Dollar?
In einem weiteren Update warnt Merlijn jedoch davor, dass Bitcoin kurzfristig noch einmal deutlich nachgeben könnte. Er beschreibt einen fallenden Kurskanal, in dem zwar höhere Tiefs entstanden seien, der Kurs aber immer wieder an Widerständen abgewiesen wurde. Sein Fazit: Es könne noch eine letzte Abwärtswelle geben – im Extremfall bis etwa 45.000 US-Dollar.
Erst nach diesem „Flush“ sieht er die Chance auf eine kräftige Bewegung nach oben, mit einem möglichen Ziel um 140.000 US-Dollar. Dieses Negativszenario wäre laut Merlijn weniger wahrscheinlich, wenn Bitcoin 65.000 US-Dollar verteidigt und der abwärts gerichtete Kanal nach oben verlassen wird. Sollte diese Marke jedoch fallen, spricht er von einem aktivierten „Max-Pain“-Ziel.
„Letzte Rabattzone“ vor dem nächsten Bullenmarkt?
Auch der Analyst Ali Martinez sieht Bitcoin nahe an einer möglichen Kaufzone, falls sich historische Muster wiederholen. Er spricht von der letzten Discount-Phase vor dem nächsten Bullenmarkt. Sein Fokus liegt dabei auf einem möglichen Zeitfenster zwischen 6. und 16. Oktober sowie auf einer Preiszone zwischen 41.500 und 45.000 US-Dollar.
Martinez betont zudem, dass Bitcoin aktuell in einer Art Warteschleife stecke. Eine größere Bewegung erwartet er erst, wenn der Kurs entweder über 70.685 US-Dollar ausbricht oder unter 65.636 US-Dollar fällt – eine Marke, die auch Merlijn als wichtig einstuft. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt Bitcoin bei rund 70.600 US-Dollar und damit etwa 3 % im Plus innerhalb von 24 Stunden.


