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XRP vs. Chainlink: Streit auf X eskaliert – Ex-CTO kontert

XRP vs. Chainlink: Streit auf X eskaliert – Ex-CTO kontert

Ein Wortgefecht auf X sorgt derzeit in der Krypto-Szene für Aufsehen: Der bekannte Chainlink-Befürworter Zach Rynes („Chainlinkgod“) greift XRP und Ripple scharf an und erklärt LINK zur besseren Wette für institutionelle Investoren. Das löste heftigen Widerspruch aus der XRP-Community aus – bis hin zu einer öffentlichen Replik von Ripples früherem CTO David Schwartz.

Rynes: LINK sei „sauberer“ für Institutionen als XRP

Rynes argumentiert, XRP-Anleger würden faktisch ein Unternehmen finanzieren, das aus seiner Sicht klarere Prioritäten bei Aktieninhabern als bei Token-Investoren setze. Sein zentraler Punkt: Wenn eine Firma sowohl Equity (Aktien/Anteile) als auch Tokens verkauft, entstehen zwei Gruppen mit unterschiedlichen Interessen. Bei Überschüssen hätten Anteilseigner die stärkeren, rechtlich besser durchsetzbaren Ansprüche.

Außerdem wirft Rynes Ripple vor, XRP-Verkäufe zu nutzen, um Unternehmenszukäufe und Aktienrückkäufe zu finanzieren – Vorteile, die vor allem den Shareholdern zugutekämen. Darüber hinaus verweist er auf Aussagen aus Gerichtsunterlagen, wonach der „Bridge-Currency“-Use-Case von XRP als nachfrageneutral beschrieben worden sei, also angeblich keinen direkten Preiseffekt habe.

Auch am XRP Ledger lässt Rynes kaum ein gutes Haar: Er bezeichnet XRPL als „Ghost Chain“ mit wenig Nutzung und geringer Bedeutung bei Real-World-Assets und Stablecoins. Als weiteres Argument nennt er, dass Ripple den Großteil seines Stablecoins RLUSD zunächst auf Ethereum ausgegeben habe und inzwischen auch auf andere Netzwerke setze – inklusive einer privaten EVM-Chain rund um BNY Mellon.

Chainlink stellt er dem gegenüber als strukturell attraktiver dar: Es gebe keine konkurrierende Equity-Schiene, und das Wachstum des Ökosystems sei stärker auf den Token LINK ausgerichtet. Als Belege führt er Chainlinks starke Position im DeFi-Bereich sowie Kooperationen mit großen Institutionen wie SWIFT, DTCC, Euroclear und JPMorgan an. Am Ende reduziert er XRP provokant auf eine Art „bankthematisierten Meme-Coin“, der vor allem an Privatanleger verkauft werde, um Ripple-Expansion zu finanzieren.

Ex-Ripple-CTO Schwartz kontert: XRP-Verkäufe hätten Käufern sogar genutzt

Die Diskussion eskalierte, als sich David Schwartz, früherer CTO von Ripple, einschaltete. Er erklärte, Ripples regelmäßige und vorhersehbare XRP-Verkäufe über Jahre hätten zwar konstanten Preisdruck erzeugt – dieser sei aber aus seiner Sicht für Käufer vorteilhaft gewesen, weil sie dadurch günstiger einsteigen konnten, als es ohne diese Verkäufe der Fall gewesen wäre.

Rynes wies das scharf zurück und nannte die Argumentation „Gaslighting“. Er stellte die Frage, wie es Token-Haltern helfen solle, wenn das eigene Unternehmen den Preis durch Verkäufe drücke. Schwartz blieb bei seiner Position: Ein dauerhaft bekannter Faktor werde vom Markt eingepreist und betreffe Käufer und Verkäufer gleichermaßen – wer günstig kaufe, profitiere ebenso, wie er beim späteren Verkauf mit den Marktbedingungen leben müsse.